Heute, am Feiertag den 3.Oktober, möchten wir nur eine Aktie analysieren und das ist die Aktie von E.ON. In unserem Ratgeber-Aktien Musterdepot (Kontoauszug- oben klicken) ist diese Aktie weiterhin ein sehr großes Thema. Deshalb wollen wir Ihnen heute genau die Hintergründe für den gestrigen starken Kursabsturz von E.ON mitteilen. Es gibt wichtige Gründe, die man unbedingt beachten sollte, wenn man jetzt investiert ist. Gerne zeigen wir Ihnen auch, wie die Top-Analysten den Wert aktuell einschätzen:
Seit dem Tiefsstand im August 2019 auf Jahresbasis gesehen hat sich der Kurs in der Zwischenzeit wieder erholt. Im Folgenden dazu unsere Analyse:
Die Erholung bei der E.ON-Aktie ist insoweit geglückt, dass der Kurs nun wieder fast die 9,00 Euro-Marke erreicht hat. Weitere starke Impulse könnte nun die Übernahme der RWE-Tochter Innogy bringen, denn in den letzten Monaten ist die Aktie immer wieder an der Barriere von 10,30 Euro gescheitert. Doch endlich meldet E.ON die vollständige Übernahme der bislang von der RWE gehaltenen Aktienanteile an der Innogy. Insgesamt sind damit 76,8 Prozent des gesamten Aktienkapitals bzw. 426.624.685 Aktien von Innogy von RWE an E.ON übergegangen.
E.ON kann noch mit einer weiteren Nachricht aufwarten. Denn der Energieversorger hat mit dem Autobauer Honda eine Kooperation für einen neuen Windparks in den USA geschlossen. Für das 150-Megawatt-Projekt „Boiling Springs“ in Oklahoma hat sich der japanische Konzern Honda die gesamte Energie gesichert.
Beide Seiten schlossen dazu einen Stromliefervertrag. Honda wird die erneuerbare Energie für die Autoproduktion in seinen US-Werken in Ohio und Alabama beziehen.
Der Bau des Windparks soll Anfang 2020 beginnen und Ende des Jahres abgeschlossen sein. Insgesamt realisiert E.ON mehr als ein Gigawatt an Wind- und Solarenergieprojekten in den USA, die bis Ende nächsten Jahres ans Netz gehen sollen.
Nun ist E.ON der neue Mehrheitsaktionär bei Innogy und wird bis Ende nächster Woche das freiwillige Übernahmeangebot an die Innogy-Minderheitsaktionäre vollziehen. Dies betrifft die 9,4% der Aktionäre, die das E.ON-Angebot im Rahmen des Übernahmeangebotes im vergangenen Jahr angenommen und ihre Aktien angedient haben. Die Voraussetzungen, um nun einen Squeeze-Out durchführen zu können, sind der Erhalt der Minderheitsaktionäre und noch zusätzlichen 3,8% über die Börse erworbenen Aktien 90% am Grundkapital von Innogy. Ein Squeeze-Out bedeutet in diesem Fall: alle restlichen Aktien von Minderheitsaktionären übernehmen zu können, um so Alleineigentümer von innogy zu werden.
Hier könnte aktuell ein Teilkauf meiner Meinung nach Sinn machen, wenn Sie risikobewusst sind. Beachten Sie jedoch, dass Crampton das Kursziel von 10,00 Euro auf 9,50 Euro gesenkt, jedoch die Aktie von “Equal Weight” auf “Overweight” gesetzt hat! Bei 9,30 Euro liegt das aktuell gültige Baisse-Resistance-Line des Verkaufssignals vom 30. Juli diesen Jahres. Achten Sie auch auf den Stoppkurs bei 7,80 Euro!
Fazit: Langfristig orientierte Anleger können hier an schwachen Tagen einsteigen.
